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Veröffentlicht am 03.01.2017 von Johannes R. Buch

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The Revenant O.S.T.

Der Oscar-Preisträger Ryuichi Sakamoto aus Japan lieferte den Soundtrack zu „The Revenant“, einem sogenannten Schneewestern, der derzeit in den Kinos läuft. Und die Musik steht dem Film, der bereits zahlreiche Awards abräumte in nichts nach. Zusammen mit seinem Yellow Magic Orchestra, dem deutschen Elektro-Musiker Alva Noto und US-Musiker Bryce Dessner liefert der Komponist Ryuichi Sakamoto wunderschön verwunschene Filmmusik.

Der Soundtrack

Das an erster Stelle befindliche Main Theme des Soundtracks zu „The Revenant“ wartet mit schweren Streichern auf, begleitet von akustisch kaum wahrnehmbaren Windgeräuschen. Die Streicher sind vergleichsweise einfach, der ganze Titel ist von großen Pausen durchsetzt, so dass Stille den Hörer in eine Art Erwartungshaltung versetzt. Die Atmosphäre ist kühl, von Leid geprägt, welches nur hingenommen werden kann. „Hawk Punished“, was so viel heißt wie verletzter Falke, ist der 2. Titel des Soundtracks.

Leise Atemgeräusche, lang ausklingende Akkorde und dumpf pochende Geräusche, die etwa eine Meile entfernt scheinen prägen den Eindruck. Der 3. Titel ist deutlich düsterer als seine Vorgänger, die schweren Streicher klingen beinahe wie ein australisches Didgeridoo. Die Stimmung hebt sich ab der Mitte des Titels und eine orientalische Frauenstimme summt leise zu sphärischen Klängen.

„First Dream“

Der vierte Titel, beginnt mit einer Geige, dazu lautes Pochen. Der Titel erzählt Geschichten von Gefallenen, die man am liebsten vergessen möchte. „Killing Hawk“ führt den Hörer endgültig in die Schlachten dunkler Wälder.

Schreie der Sterbenden werden als sich lang durchziehende sirenenartige Sounds wiedergegeben. Mit dem sechsten, gleichzeitig aber kürzestem Titel „Discovering River“ macht sich erstmals Hoffnung bemerkbar. „Goodbye to Hawk“ nimmt Abschied mit einer Melodie, wie sie an die Werke von Ennio Morricone erinnert. Ein tiefer pulsierender Bass und rhythmische Percussions leiten über zu einem nach Leichengestank klingendem Rauschen.

Die weiteren Titel leiten inhaltlich von einer Kirche, über Rettungen und dem Kriegsspiel zum „Final Fight“, der mit düsteren Klängen und leisem Rascheln auflauert. Eintönige Panflöte, dann lautes Trommeln und eine blutgetränkte Geige, wieder laute Toms. Hektik macht sich bemerkbar. Der Klang des Todes interpretiert durch haarfeine Geigen und Mundharmonika.

„The End“ führt den Hörer zurück zum Main Theme von dem Film „The Revenant“. Das Leid kann nur hingenommen werden. Eine B-Variante des Main Themes von Elektroproduzent Alva Noto schließt den Soundtrack ab.

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